Neue iPads zum Schulstart: Kreis Plön investiert in seine Schulen

Quelle: Kreis Plön

Neue iPads zum Schulstart: Kreis Plön investiert in seine Schulen

Zum neuen Schuljahr erhalten alle Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen an den fünf Schulen in Trägerschaft des Kreises Plön ein persönlich zur schulischen Nutzung zur Verfügung gestelltes iPad. 619 Geräte wurden dafür in diesem Jahr neu beschafft. Die Kosten trägt der Kreis Plön als Schulträger – eine Kostenbeteiligung der Eltern gibt es nicht.


Der Start in ein neues Schuljahr ist für Familien regelmäßig mit zusätzlichen Ausgaben verbunden. Neben Heften, Arbeitsmaterialien und weiteren Anschaffungen können insbesondere digitale Endgeräte zu einem erheblichen Kostenfaktor werden. Elternvertretungen in Schleswig-Holstein haben aktuell auch mit Blick auf die digitale Ausstattung eine umfassendere Lernmittelfreiheit gefordert.


Der Kreis Plön geht an seinen Schulen bewusst den Weg, die benötigten iPads vollständig als Schulträger zu finanzieren. Für die zur Verfügung gestellten Geräte einschließlich Pencil und Schutzhülle müssen die Eltern keine Kostenbeteiligung leisten. Auch Administration und technischer Support werden vom Kreis Plön übernommen. Damit trägt der Kreis Plön dazu bei, dass die für den Unterricht benötigte digitale Ausstattung allen Schülerinnen und Schülern gleichermaßen zur Verfügung steht – unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten ihrer Familien.


Die Geräte werden den Schülerinnen und Schülern in den vier Gymnasien des Kreises in Plön, Preetz, Heikendorf und Lütjenburg sowie in der Gemeinschaftsschule im Schulzentrum Lütjenburg bis zum Abitur beziehungsweise bis zum mittleren Schulabschluss zur schulischen Nutzung überlassen. Mit jedem neuen Schuljahr wird künftig der jeweils nächste neunte Jahrgang entsprechend ausgestattet.


Die politische Grundlage für die Umsetzung des Ausstattungskonzeptes hat der Kreistag des Kreises Plön geschaffen. Er hat dem Konzept mit großer Mehrheit zugestimmt. Damit wurde der Weg für die schrittweise Ausstattung der Schülerinnen und Schüler sowie für die weitere Entwicklung der digitalen Infrastruktur an den Schulen in Trägerschaft des Kreises geebnet.


„Wir möchten unseren Schülerinnen und Schülern an den Schulen des Kreises gute Voraussetzungen für ihren weiteren Weg mitgeben – unabhängig davon, welche finanziellen Möglichkeiten eine Familie hat. Wenn digitale Geräte für den Unterricht benötigt werden, sollen alle Schülerinnen und Schüler gleichermaßen darauf zugreifen können. Mit dem Angebot allen Schülerinnen und Schülern iPads zur Verfügung zu stellen, investieren wir nicht nur in unser höchstes Gut Bildung, sondern wir entlasten die Familien spürbar durch reduzierte Lernkosten und einen besseren Zugang zu digitalen Lerninhalten“, betont Kreispräsidentin Hildegard Mersmann.


Allein in diesem Jahr hat der Kreis 619 neue iPads aus eigenen Mitteln beschafft. Die Auftragssumme beträgt rund 229.775 Euro. Insgesamt stehen den fünf kreiseigenen Schulen zum Schulbeginn 2026/27 damit 1.238 aktuelle iPads zur Verfügung.


Doch die digitale Ausstattung beginnt nicht erst in der 9. Klasse. Für die Jahrgangsstufen 5 bis 8 stehen den Schulen zusätzlich mobile Koffersätze mit jeweils 32 iPads pro drei Klassen zur Verfügung. Auch in den Unterrichtsräumen hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan: Ab der 7. Jahrgangsstufe sind die Klassenräume mit interaktiven Displays ausgestattet. Hinzu kommt jeweils ein Display in den naturwissenschaftlichen Fachräumen. Insgesamt sind an den fünf Schulen inzwischen 125 interaktive 86-Zoll-Displays im Einsatz.


„Digitale Ausstattung gehört heute zu guten Lernbedingungen selbstverständlich dazu. Uns war deshalb wichtig, nicht nur moderne Geräte anzuschaffen, sondern auch dafür zu sorgen, dass sie im Schulalltag zuverlässig funktionieren und sinnvoll eingesetzt werden können. Dafür ist in den vergangenen Monaten viel Arbeit in die Vorbereitung geflossen. Umso schöner ist es, wenn die Schülerinnen und Schüler nach den Sommerferien ihre neuen iPads tatsächlich in den Händen halten können“, sagt der stellvertretende Landrat André Jagusch.


Hinter den neuen Geräten steckt allerdings deutlich mehr als eine große Bestellung. Kreispolitik, Schulen und Verwaltung haben sich in einem gemeinsamen Prozess darauf verständigt, wie eine verlässliche, nachhaltige und möglichst einheitliche digitale Ausstattung der Schulen in Trägerschaft des Kreises aussehen soll und im Rahmen der Medienentwickelungsplanung (MEP) ein gemeinsames IT-Rahmenkonzept beschlossen. Dafür mussten zunächst die technischen und baulichen Voraussetzungen geschaffen werden. Neben dem eigentli-chen Ausstattungskonzept entstanden unter anderem ein technisches Betriebskonzept, ein Hardware-Katalog sowie Konzepte für Instandhaltung und Support.


Auch die Verwaltung der Geräte übernimmt der Kreis Plön selbst. Über ein eigens für die Schulen eingeführtes Mobile-Device-Management werden die iPads zentral administriert und für ihren Einsatz im Unterricht eingerichtet. Beim technischen Support setzt der Kreis ebenfalls auf das Prinzip „alles aus einer Hand“: Jedem Schulstandort steht ein Systeminformatiker zur Seite, der die IT-Infrastruktur vor Ort betreut.


„Dass wir heute an diesem Punkt stehen, ist das Ergebnis eines sehr guten Zusammenspiels. Die Schulen und der Kreis als Schulträger haben viel Fachwissen und unterschiedliche Perspektiven in die Entwicklung des Kon-zeptes eingebracht. Gleichzeitig hat der Kreistag mit seiner breiten Zustimmung die politische Grundlage für die Umsetzung geschaffen. Mein Dank gilt allen, die diesen Prozess begleitet und mit viel Engagement in die Praxis umgesetzt haben. Davon profitieren am Ende vor allem unsere Schülerinnen und Schüler“, sagt Christian Lüken, Vorsitzender des Ausschusses für Schule, Kultur und Sport.


Die insgesamt 1.238 iPads verteilen sich auf die fünf Schulen in Trägerschaft des Kreises: 319 Geräte stehen am Friedrich-Schiller-Gymnasium Preetz zur Verfügung, 264 am Gymnasium Schloss Plön, 350 an der Heinrich-Heine-Schule in Heikendorf, 162 am Gymnasium im Schulzentrum Lütjenburg und 143 an der dortigen Gemeinschaftsschule.


Bei den mobilen Koffergeräten handelt es sich um iPads der Generationen 9 und 10 mit 64 GB Speicher. Die Schülerinnen und Schüler der neuen 9. Klassen erhalten Geräte der Generation 11 mit 128 GB Speicher.


Mit dem gemeinsam entwickelten Ausstattungskonzept schafft der Kreis Plön damit nicht nur neue Technik für die fünf allgemeinbildenden Schulen in seiner Trägerschaft, er legt zugleich die Grundlage dafür, die digitale Lernumgebung in den kommenden Jahren verlässlich weiterzuentwickeln.


Bildunterschrift:
Bereit für den Schulstart: Schulleiter vom Gymnasium Schloss Plön Lennart Marx und Lennart Kruse, Fachinformatiker des Kreises Plön, mit den neuen iPads am Gymnasium Schloss Plön.