Bildung
Bildungsmassnahmen für Geflüchtete im Kreis Plön
Integration durch Bildung
Bildungsweg von 1 bis 10 Jahren
Der Bildungsweg beginnt häufig in der Krippe oder der Kindertagespflege. Dort werden Kinder betreut, gefördert und spielerisch begleitet. Die Betreuung richtet sich an Kinder im Alter von etwa ein bis drei Jahren. Für Familien mit geringem Einkommen gibt es Möglichkeiten, eine Kostenübernahme zu beantragen.
Anschließend besuchen Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren eine Kindertagesstätte (Kita oder Kindergarten). Auch dieser Besuch ist freiwillig. Kinder werden dort betreut, gefördert und auf die Schule vorbereitet.
Vor dem Schuleintritt kann das Sprachförderprogramm SPRINT besucht werden. Es richtet sich an Kinder, die im Sommer eingeschult werden, und ist für die Eltern kostenlos.
Für Kinder, die noch kein oder nur wenig Deutsch sprechen, gibt es das DaZ-Angebot (Deutsch als Zweitsprache). Zunächst lernen sie in einer DaZ-Klasse Deutsch und nehmen später schrittweise am Unterricht der Regelklasse teil.
Vor der Einschulung melden Eltern ihr Kind an einer Grundschule an. Zuvor wird eine Schuleingangsuntersuchung durchgeführt. Die Schule informiert die Eltern über den weiteren Ablauf.
Die Grundschule umfasst die Klassen 1 bis 4 und ist verpflichtend. Der Unterricht findet vormittags statt und die Hausaufgaben werden zu Hause erledigt. Klassenfahrten und Ausflüge gehören ebenfalls zum Schulalltag, dabei können Familien mit geringem Einkommen finanzielle Unterstützung über das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) erhalten. Das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) unterstützt Familien mit geringem Einkommen unter anderem bei Schulbedarf, Klassenfahrten, Mittagessen, Vereinsbeiträgen sowie Freizeit- und Kulturangeboten.
Nach dem Unterricht können Kinder freiwillig die Offene Ganztagsschule (OGS/OGT) oder einen Hort besuchen. Dort erhalten sie Betreuung, Mittagessen, Unterstützung bei den Hausaufgaben sowie Freizeit- und Bewegungsangebote.
Familien können außerdem Angebote von Familienzentren und Familienbildungsstätten nutzen. Dort gibt es Beratungs-, Begegnungs- und Bildungsangebote für Eltern und Kinder.
Bildungsweg von 10 bis 18 Jahren
Nach der Grundschule wechseln Kinder auf eine weiterführende Schule. Zur Auswahl stehen das Förderzentrum, die Gemeinschaftsschule oder das Gymnasium. Während der 4. Klasse werden Eltern über den Übergang an die weiterführende Schule informiert. Die Anmeldung erfolgt in der Regel im Frühjahr.
Förderzentren unterstützen Kinder mit besonderem Förderbedarf. Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern und bestmöglich auf ihren weiteren Bildungsweg vorzubereiten.
Die Gemeinschaftsschule umfasst die Klassen 5 bis 13. Dort können der Erste Allgemeine Schulabschluss (ESA), der Mittlere Schulabschluss (MSA) sowie das Abitur erworben werden.
Das Gymnasium führt in der Regel von Klasse 5 bis Klasse 13 direkt zum Abitur.
Der Unterricht an weiterführenden Schulen findet überwiegend vormittags, teilweise auch nachmittags statt. Hausaufgaben, Klassenfahrten und Ausflüge gehören ebenfalls zum Schulalltag. Familien mit geringem Einkommen können finanzielle Unterstützung über das Bildungs- und Teilhabepaket erhalten.
Das BBZ (Berufsbildungszentrum) kann ab dem 16. Lebensjahr besucht werden. Dort können Jugendliche den ESA, den MSA oder das Abitur erwerben. Wer noch keine ausreichenden Deutschkenntnisse besitzt, besucht zunächst eine DaZ-Klasse.
Nach dem Schulabschluss eröffnen sich verschiedene Möglichkeiten: eine Berufsausbildung, der Besuch einer weiterführenden Schule oder ein Studium.
Jugendliche können außerdem Angebote von Vereinen und Jugendzentren nutzen. Das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) unterstützt berechtigte Familien auch hier bei verschiedenen Kosten.
Bildungswege mit Schulabschluss
Es gibt verschiedene Bildungswege. Mit dem Ersten Allgemeinen Schulabschluss (ESA) kann später der Mittlere Schulabschluss (MSA) erworben werden. Mit dem Mittleren Schulabschluss besteht die Möglichkeit, das Abitur nachzuholen.
Eine Berufsausbildung mit Berufsschule ist grundsätzlich mit allen Schulabschlüssen möglich. Für viele Ausbildungsberufe wird jedoch mindestens der Mittlere Schulabschluss (MSA) vorausgesetzt.
Ein Studium ist in der Regel mit dem Abitur möglich.
Außerdem können junge Menschen unabhängig vom Schulabschluss einen Freiwilligendienst absolvieren.
Die Bildungsbeteiligung von Migrantinnen und Migranten und ihre Bildungserfolge bedürfen besonderer Aufmerksamkeit und Förderung. Denn Bildung ist für ihre Integration in unsere Gesellschaft von herausragender Bedeutung, stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung fest.*
Die Verbesserung der Bildungschancen, Bildungsbeteiligung und Bildungserfolge ist eine der zentralen Herausforderungen für ein entsprechendes Bildungsangebot auch auf regionaler Ebene.
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), die Agentur für Arbeit und die Jobcentern fördern daher Maßnahmen, die auch das regionale Bildungsangebot für geflüchtete Menschen bereichern.
Zu unterschiedlichen Inhalten entstand ein flexibel auf die erkannten Bedürfnisse der Geflüchteten im Kreis Plön ausgerichtetes Angebot von Bildungsmaßnahmen. Diese sind beispielsweise Integrations- und Sprachkurse, Hilfen für das Ankommen in der neuen Gesellschaft, berufsvorbereitende Maßnahmen, die über den Arbeitsmarkt informieren und Seminare, die an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt heranführen.
*( https://www.bmbf.de/de/integration-durch-bildung-1092.html, v. 11.08.2017)
Zur Integration von Menschen mit Fluchtgeschichte gibt es altersentsprechend verschiedene Kursangebote:
- SPRINT: vor der Schule
- DaZ: während der Schulzeit
- Erstorientierungskurse (unmittelbar nach der Einreise nach Deutschland)
- STAFF - Starterpaket für Flüchtlinge
- Integrationskurse: für anerkannte Asylbewerber*innen (Ausnahmen im Einzelfall möglich)
- Berufssprachkurse
- Sprachtrainings
Die folgenden Datenbanken sind hilfreich bei der Suche nach Sprachkursen:
Die Suchmaschine des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge ermöglicht eine schnelles Auffinden des passenden Integrationskurses. Alle Integrationskurssanbieter sind verpflichtet, ihr Angebot dort einzupflegen und aktuell zu halten. Weiterhin beinhaltet die Datenbank Adressen der Kursorte, Migrationsberatung und Behörden.
SH Deutsch Kursportal
https://deutsch-sh.kursportal.info/
Auf dieser Seite findet man Informationen zu Integrationskursen (BAMF), Berufssprachkursen (BAMF), Erstorientierungskursen (BAMF) sowie Starkterpaket für Flüchltinge (STAFF-Kurse, gefördert durch das Land Schleswig-Holstein)
Im Kreis Plön gibt es mehrere Sprachkursträger:
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Kreisvolkshochschule Plön
Krabbe 17
24306 Plön
- Telefon: 04522 2327
- Fax: 04522 2792
- E-Mail: info@kvhs-ploen.de
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AWO Landesverband Schleswig-Holstein e.V.
IntegrationsCenter Preetz
Migrationsberatung
Gasstraße 25
24211 Preetz
In Ergänzung zu den Sprachkursen gibt es Bildungsmaßnahmen, die auf Ausbildung und Arbeit vorbereiten. In der Regel werden diese vom Jobcenter Plön finanziert. Diese haben auch einen Überblick, welcher Bildungsträger welche Bildungsmaßnahme durchführt.