Einbürgerungsfeier des Kreises Plön – Landrat heißt neue deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger willkommen

Im Rahmen einer Feierstunde verlieh Landrat Björn Demmin insgesamt 37 Personen unterschiedlichster Herkunft die deutsche Staatsangehörigkeit. Nach einem Bekenntnis zur Verfassung und den Gesetzen der Bundesrepublik Deutschland händigte der Landrat ihnen im Kreishaus die offiziellen Einbürgerungsurkunden aus. Die Herkunftsländer der neuen deutschen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger sind äußerst vielfältig, sie kommen unter anderm aus Albanien, Brasilien, dem Irak, Kolumbien, Syrien, Jemen sowie aus europäischen Ländern wie zum Beispiel Italien, Serbien und Polen.

Eine Besonderheit gab es dieses Mal: die Einbürgerung eines „Gastarbeiter-Ehepaares“ aus Serbien: Mit der Gesetzesänderung von 2024 wird die Lebensleistung der sogenannten Gastarbeitergeneration ausdrücklich anerkannt. Die Menschen kamen in den 1950er bis 1970er Jahren nach Deutschland, oft mit dem Gedanken, irgendwann in die Heimat zurückzukehren. Doch sie sind geblieben, haben hier gearbeitet, Familien gegründet und einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung unseres Landes geleistet. Für sie war die Einbürgerung durch gesetzliche Vorgaben lange erschwert, vor allem, weil sie dafür ihre ursprüngliche Staatsangehörigkeit hätten aufgeben müssen. Mit der neuen Regelung ist das nun nicht mehr erforderlich, und auch beim Sprachnachweis gibt es Erleichterungen.

In seiner Ansprache hieß Landrat Björn Demmin die Neubürgerinnen und Neubürger willkommen. „Sie haben sich diesen Schritt sicher gut überlegt. Eine Einbürgerung erfordert viel Einsatz. Sie leben bereits seit einigen Jahren hier, haben Deutsch gelernt, Ihren Lebensunterhalt gesichert sich an Recht und Gesetz gehalten. Mit dem Einbürgerungstest haben Sie zudem gezeigt, dass Sie unsere Geschichte, unsere Demokratie und ihre Werte kennen und verstehen. Mit Ihrer Entscheidung bekennen Sie sich zur freiheitlichen, demokratischen Grundordnung unseres Grundgesetzes. Dass Sie heute hier stehen, bedeutet, dass Sie all dies erfolgreich gemeistert und sich entschieden haben, diese freiheitlichen und demokratischen Werte mit uns zu leben. Dazu gratuliere ich Ihnen herzlich.“, so Demmin. Als besonders bewegender Moment der Feierstunde wird allen Anwesenden im Gedächtnis bleiben, dass eine Neubürgerin aus Kolumbien und ein Neubürger aus dem Jemen über ihre eigene Motivation zur Erlangung der deutschen Staatsbürgerschaft sprachen und in emotionalen Worten ihre Dankbar-keit für diese Möglichkeiten aussprachen.

Insgesamt wurden im Kreis Plön in diesem Jahr bereits 317 ausländische Personen eingebürgert. 2024 wurden 322 Personen eingebürgert, 2023 waren es 231 Personen. Damit liegt der Kreis Plön bei den jährlichen Einbürgerungen in Schleswig-Holstein weit vorn. Die Einzubürgernden müssen ein aufwändiges Antragsverfahren durchlaufen. Das Staatsangehörigkeitsgesetz schreibt insbesondere einen rechtmäßigen mehrjährigen Aufenthalt vor und fordert den Nachweis ausreichender Deutschkenntnisse sowie eine eigenständige Sicherung des Lebensunterhaltes. In einem Einbürgerungstest müssen außerdem Kenntnisse über die Rechts- und Gesellschaftsordnung sowie die Lebensverhältnisse in Deutschland unter Beweis gestellt werden.