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27.02.2019

Für einen modernen, vernetzten und klimafreundlichen Verkehr

Kreis Plön stellt 70.000 Euro für Maßnahmen des Regionalen Mobilitätsmanagements der KielRegion bereit

Die Menschen in den Kreisen Plön und Rendsburg-Eckernförde sowie der Landeshauptstadt Kiel sollen mobil sein und ihre täglichen Ziele durch vernetzte Verkehrsmittel erreichen können – und das möglichst nachhaltig und umweltschonend. Dafür arbeitet und berät das Regionale Mobilitätsmanagement der KielRegion, das im Juli 2018 mit vier Fachleuten seine Arbeit aufgenommen hat. Für die Umsetzung einer Reihe von Projektideen im Jahr 2019 hat der Ausschuss für Wirtschaft, Energie und Tourismus (WET) des Plöner Kreistags nun 70.000 Euro freigegeben. Sie basieren auf dem Masterplan Mobilität der KielRegion, der zwischen 2015 und 2017 in einem breit angelegten Beteiligungsprozess erarbeitet worden ist. Zentrales Ziel für den Kreis Plön ist es hierbei, den Verkehr in der Region klimafreundlich und anschlussfähig mit konkreten Maßnahmen weiterzuentwickeln und so die Teilhabe aller gesellschaftlicher Gruppen an Mobilität zu ermöglichen.

„ÖPNV mit dem Fuß- und Radverkehr oder dem Autoverkehr vernetzen, Mobilitätsstationen einrichten und Elektromobilität fördern – das sind nur einige der vielen guten und wichtigen Maßnahmen, die mit dem Geld umgesetzt werden können. Wir möchten die Menschen für nachhaltige Mobilitätsformen begeistern. Das Potential für einen modernen Verkehr, der durch Vernetzung und Vielfalt besticht, ist groß“, erklärt der WET-Ausschussvorsitzende Lutz Schlünsen. Landrätin Stephanie Ladwig ergänzt: „In einer ländlichen Region wie dem Kreis Plön ist Mobilität für Einwohner wie Touristen enorm wichtig. Deshalb arbeiten wir intensiv daran, Mobilität innovativ und bedarfsorientiert zu denken. Besonders wichtig ist mir zudem, durch klimafreundlichen Verkehr auch den Schutz unserer Natur und Umwelt zu verbessern.“

Das Jahresbudget des Regionalen Mobilitätsmanagements der KielRegion umfasst insgesamt 210.000 Euro, von denen die Kreise Plön und Rendsburg-Eckernförde sowie die Landeshauptstadt Kiel jeweils 70.000 Euro finanzieren. Der größte Teil des Geldes soll mit 57.000 Euro für die Verbesserung des Rad- und Fußverkehrs eingesetzt werden. Zudem sollen Fördermittel beispielsweise des Bundes eingeworben werden, welche die Wirkung und den Umfang der Maßnahmen noch vergrößern sollen. Folgende gemeinsame Maßnahmenumsetzungen sind im Einzelnen im Jahr 2019 geplant:

  • Förderung der Elektromobilität:
    Die KielRegion soll E-Modellregion werden. Hierzu soll der Erfahrungsaustausch in der Region durch Vernetzungstreffen und öffentliche Veranstaltungen unterstützt werden.
  • Förderung von Mobilitätsstationen:
    Die Umsetzung von Mobilitätsstationen in Städten und Gemeinden der KielRegion soll begleitet werden, indem Planungsgrundlagen und Hilfe bei der Umsetzung bereitgestellt werden.
  • Förderung des Carsharings:
    Kommunen sollen Unterstützung bei der Etablierung eines Carsharing-Angebots erhalten.
  • Einrichtung von Fahrrad-Themenrouten:
    Zur Erhöhung des Anteils und der Attraktivität des Radverkehrs und sollen Fahrradrouten erarbeitet werden, die bestehende Angebote aufgreifen und Radwegerouten bekannt machen sollen. Hierbei soll auch die Einbindung von Bahnverbindungen und lokale Radverleih-Angebote eine Rolle spielen. Die Radtouren sollen zielgruppenorientiert ausgearbeitet und mittels Flyer und Webseiten vermarktet werden. Kooperationspartner soll der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club sein.
  • Fußverkehrschecks für mehr Barrierefreiheit und Sicherheit:
    Gefördert werden soll eine fußgängergerechte Infrastruktur, um die Aufenthaltsqualität, Verkehrssicherheit und Attraktivität von Orten zu verbessern. Fußverkehrschecks sollen als Planungsinstrument der Infrastruktur dienen und der Einstieg in eine systematische Fußverkehrsförderung sein.
  • Förderung des Bikesharings:
    Auch Bikesharing-Systeme sollen gefördert werden, damit an Zielorten anderer Verkehrsmittel ein kostengünstiger und unkomplizierter Umstieg auf ein Fahrrad möglich sein kann.
  • Erweiterung von Daten zur Verkehrsplanung:
    Für eine gute Planung sind ausreichend Daten notwendig, die in Mobilitäts- oder Geoinformationsdatenbanken gespeichert sind. Solche Bestandsdatenbanken sollen vernetzt und gemeinsames Wissen stärker genutzt werden.
  • Förderung des kommunalen Mobilitätsmanagements:
    Kommunen sollen bei ihren kommunalen Mobilitätsaktivitäten unterstützt werden, indem beispielsweise durch Neubürgerinformationen vor Ort ein Bewusstseinswandel ermöglicht werden kann. Erfahrungen in diesem Bereich sollen in einem Leitfaden für Kommunen gebündelt werden.
  • Förderung des schulischen Mobilitätsmanagements:
    Schulen sind von intensivem Verkehr zu bestimmten Zeiten geprägt. Von einer Reduktion des motorisierten Individualverkehrs würden Schüler, Lehrer, Anwohner und Eltern profitieren. Deshalb sollen Leitfäden an Pilotschulen und Mobilitätsverbesserungen für Schulen entwickelt werden.
  • Verkehrsplanung bei Neubauvorhaben:
    Bei der Planung neuer Wohnquartiere sollte eine Verknüpfung mit Carsharing-Stationen, ÖPNV-Angeboten und guten Fuß- und Radwegeverbindungen gleich mitgedacht werden. Hierzu soll ein Planungsleitfaden für Kommunen entwickelt werden.
  • Öffentlichkeitsarbeit:
    Der Erfolg des Mobilitätsmanagements hängt von der Akzeptanz und Teilnahme der Kommunen, Institutionen und Menschen ab. Deshalb besteht ein Teil der Arbeit aus Vernetzungsveranstaltungen in der Region und der Informationsbereitstellung.

Weitere Informationen zu den regionalen Mobilitätsmanagern sind unter folgendem Link einzusehen:
https://www.kielregion.de/mobilitaet/regionales-mobilitaetsmanagement/

Kontakt

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Fax: +49 4522 743 95 470
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