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11.07.2019

30 Jahre Partnerschaft mit dem Kreis Lääne-Virumaa

Delegation aus dem Kreis Plön auf Partnerschaftsbesuch in Estland

In der zurückliegenden Woche wurde die 30-jährige Partnerschaft zwischen dem Kreis Lääne-Virumaa in Estland und dem Kreis Plön gefeiert. Eine Delegation unter Leitung von Kreispräsident Stefan Leyk und dem stellvertretenden Landrat Thomas Hansen besuchte die estnischen Partner. Nach der Strukturreform im Januar 2018, die die Auflösung der Kreise in Estland zur Folge hatte, wird die Partnerschaft nun durch die Vereinigung der Gemeinden in Lääne-Virumaa (VIROL) fortgeführt. Dies wurde mit einem Festakt und der Vertragsunterzeichnung auf der Burg Wesenberg durch den dortigen Vorsitzenden des Vorstands der Vereinigung der Gemeinden in Lääne-Virumaa, Einar Valbaum, dem Plöner Kreispräsidenten Stefan Leyk, dem stellvertretenden Landrat Thomas Hansen und der stellvertretenden Hauptausschussvorsitzenden Melanie Stoßberg begangen (Foto).

Am Begrüßungsabend wurde deutlich, wie wichtig allen die Partnerschaft ist. Viel Herzlichkeit wurde zum Ausdruck gebracht. In den Tischreden wurde die Bedeutung der langjährigen Freundschaft unterstrichen. Die Fahrt stand auch unter dem Motto „Die Ostsee verbindet unsere Völker“.

Am ersten Besuchstag gab es eine kleine Fahrt durch die Gemeinden Tapa und Haljala, den Partnerstädten von Preetz und Schönberg. Bürgermeister Björn Demmin und Bürgervorsteher Hans-Jürgen Gärtner waren dabei, ebenso wie aus dem Ostseebad Schönberg Bürgermeister Peter Kokocinski. In Tapa wurde vom Bürgermeister das neue Kulturzentrum mit Kino und Theater eindrucksvoll präsentiert.

Weiter ging es in den neu angelegten Eichenpark, welcher 2018 zum 100-jährigen Jubiläum der estnischen Unabhängigkeit errichtet wurde. Im Zentrum des Parks befindet sich das Kalksteinmuseum, welches die Bedeutung des Kalksteins für Estland als „Estonian national stone“ darstellt.

Ein Metallverarbeitungsbetrieb in Palmse öffnete seine Tore für eine Betriebsbesichtigung und der Firmenchef erläuterte die Firmengründung und die Entwicklung seit 1992. Heute werden im Betrieb 70 Mitarbeiter beschäftigt, die für Europa landwirtschaftliche Maschinen herstellen, mit der Bäume gefällt und abtransportiert werden können. Die „Palms“ Forstkräne oder Anhänger sind für die tägliche Arbeit in den Wäldern entwickelt worden. Skandinavien ist ein wichtiges Absatzgebiet.

Ein Besuch des kleinen Hafens von Vösu, zugehörig zu Haljala, war der nächste Programmpunkt. Direkt an der Ostsee gelegen, für die Esten ist das natürlich ihre Westsee. Die Planungen über die Zukunftsentwicklung stellte der Hafenkapitän vor. Auch Käsmu, das kleine nahegelegene Kapitänsdorf, rückte dann in den Mittelpunkt. Riesige Findlinge in der Nachbarschaft des Museums zeugen am Strand von der vor 20 000 Jahren letzten Eiszeit, die auch die beiden Kreise thematisch miteinander verbindet.

Es folgte am nächsten Tag die Einladung zu einer Arbeitstagung, um weitere Projekte gemeinsam zu erörtern. Es wurden aktuelle Planungen, Projekte und Herausforderungen unter den Partnern besprochen. Der estnische Vorstandsvorsitzende Einar Vallbaum, der Plöner Kreispräsident Stefan Leyk und ebenso der Lütjenburger Bürgermeister Dirk Sohn machten die Freundschaftsentwicklungen für alle aus deutscher Sicht noch einmal deutlich.

Die Lütjenburger pflegen ihre Freundschaft mit Rakvere bereits seit 20 Jahren. Hilfreich steht dem Kreis die Freundschaftsgesellschaft Schleswig-Holstein–Estland, Kreisverband Plön, zur Seite. Die Freundschaftsgesellschaft wird von André Jagusch vertreten, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Partnerschaften zu beleben und zu festigen. Aus der Kreispartnerschaft entwickelten sich auch einige Schulpartnerschaften. Sigurd Zillmann, Mitbegründer der Kreispartnerschaft vor 30 Jahren, blickte noch einmal zurück und schilderte in leidenschaftlichen Worten, was sich alles getan hat und ihn sehr bewegt hat.

Der Kreispräsident Stefan Leyk und der stellvertretende Landrat Thomas Hansen freuen sich sehr, dass mit der Vereinbarung zwischen dem Kreis Plön und dem estnischen Verband der Gemeinden Lääne-Virumaa die Fortsetzung der Partnerschaft geglückt und durch den Festakt bekräftigt wurde.

Das Tanzfest in der Landeshauptstadt Tallinn wurde am kommenden Tag zu einem besonderen Ereignis für alle. Am letzten Programmtag ging es dann zum Sängerfest. Das alle fünf Jahre durchgeführte Tanz- und Sängerfest ist für die Esten von herausragender Bedeutung und wird bereits seit 150 Jahren durchgeführt.

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