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Wirtschaft
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Die Wirtschaftsstruktur des Kreises wird nach wie vor von folgenden
Faktoren bestimmt: Durch eine kaum vorhandene industrielle Basis
ist die Zahl der gewerblichen Arbeitsplätze relativ gering. Von
rd. 51.000 Erwerbstätigen finden nur knapp 30.000 eine
Beschäftigung innerhalb des Kreisgebietes. Entsprechend hoch ist
die Zahl der Auspendler, die überwiegend in Kiel einer Tätigkeit
nachgehen.
Ein Blick auf die Verteilung der Bruttowertschöpfung, also der
Summe aller im Kreis von den dort ansässigen Unternehmen
produzierten Güter und Dienste, auf die einzelnen
Wirtschaftsbereiche zeigt den Grund für die vergleichsweise
niedrige Wirtschaftskraft des Kreises: Die Bereiche
Landwirtschaft und Dienstleistungen - hier vor allem der
Fremdenverkehr - sind besonders stark vertreten, umgekehrt ist
der Anteil des produzierenden Gewerbes relativ gering.
Obwohl der Anteil der Land- und Forstwirtschaft sich seit 1980
mehr als halbiert hat, ist er immer noch doppelt so hoch wie im
Landesschnitt. Dass der Prozess der Umstrukturierung jedoch
fortschreitet, beweist auch folgende Entwicklung: Von 2.585
Höfen, auf denen 1970 im Kreis Landwirtschaft betrieben wurde,
waren Ende 1998 noch 1.366 übrig. Andererseits ist die
bewirtschaftete Fläche lediglich von 75.400 auf 69.698 ha
gesunken. Dadurch wird der Trend zu größeren Einheiten deutlich,
die für eine wirtschaftliche Betriebsführung erforderlich sind.
So ist denn auch die Durchschnittsgröße der Betriebe seit 1970
von 29 auf 51 ha gestiegen.
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Bruttowertschöpfung: Anteile der Wirtschaftsbereiche in %
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Hinweis: Da die Berechnung der Kreisergebnisse der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung ein sehr aufwendiger Prozess ist, liegen die Daten immer erst etwa zweieinhalb Jahre nach Ende des Berichtsjahres vor. Der aktuelle Wert ist daher der für
2005.
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Jahr
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Land-
und
Forstwirtschaft, Fischerei
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Produzierendes
Gewerbe
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Dienstleistungs-
unternehmen
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2005
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3,3
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18,1
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78,6
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Die
konjunkturelle Entwicklung spiegelt sich insbesondere auf dem
Arbeitsmarkt wider. Die seit Mitte der 80er Jahre positiv
verlaufende Entwicklung der Arbeitslosenquote schlug kreisweit
erstmals 1992 wieder um, im Bereich der Nebenstelle Plön, dem
strukturschwächeren, östlichen Teil des Kreisgebiets, folgte
diese Trendwende erst ein Jahr später. 1994 und 1995 verlief der
Anstieg dann etwas gebremster, der stärkste Anstieg war dann
allerdings 1997 zu verzeichnen, im letzten Jahr hat sich der
Anstieg dann erheblich verlangsamt. Eine deutliche Entspannung
der Situation ist seit Anfang 1999 zu beobachten, die Differenz
der Quoten zu den entsprechenden Vorjahreswerten hat sich bei
rd. 1 Prozentpunkt eingependelt. Die Kreiswerte liegen weiterhin
unter den Landeszahlen (3/2008: 7,5 %; Landesdurchschnitt: 8,1
%), was seit einiger Zeit nicht nur für den gesamten Kreis,
sondern auch für den östlichen, strukturschwächeren Bereich
gilt. Daraus wird deutlich, dass der Kreis hinsichtlich der
Beschäftigungs-situation in den letzten Jahren im
Landesvergleich erheblich aufgeholt hat. |
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