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Hier noch einmal kurz gefasst einige

RICHTLINIEN ZUR KNICKPFLEGE


Abschneiden der Knickgehölze eine Handbreit über dem Boden oder so dicht wie möglich am Stockausschlag-Stubben frühestens alle 10 Jahre, mind. alle 10 bis 15 Jahre)

Wo immer möglich, Ausbessern des Knickwalles ("Aufsetzen") nach dem Knicken

Sorgfältige Einzäunung der Knicks in 1 m Entfernung vom Knickfuß

Einzelne Bäume als "Überhälter" stehen lassen, Abstand der Überhälter 
ca. 20 - 50 m

Knickpflege nur in der gesetzlich vorgeschriebenen Frist vom 01. Oktober bis 14. März  (Brutvogelschutz)

Möglichst sofortiges Entfernen des Buschholzes, bevor sich Vögel oder andere Tiere einnisten können

Keine Ablage von Reisig auf dem Knickwall (das Reisig behindert den Neuaustrieb; das tote Holz erzeugt reine Brennnesselstandorte)

Kein Abschneiden der Sträucher auf halber Höhe oder mehrere Dezimeter über dem Wurzelhals

Keine Beweidung der Knicks

Kein Anbringen von Drahtzäunen auf dem Knickwall oder gar an den Knickgehölzen


GEHÖLZE DER "BUNTEN KNICKS"


Schlehen-Hasel-Knicks


Die Schlehen-Hasel-Knicks (auch Eichen-Hainbuchen-Knicks genannt) besiedeln die Moränenböden in Schleswig-Holstein (Östliches Hügelland, Hohe Geest). 
Die Strauchschicht ist geprägt durch die am häufigsten vertretenen Sträucher:
Hasel (Corylus avellana)

Schlehdorn (Prunus spinosa)

Hainbuche (Carpinus betulus)

Brombeere (Rubus, etwa 20 häufigere Arten)


Dazu Kommen in bunter Folge einheimische Sträucher (nach Häufigkeit geordnet):

Hundsrose 
(Rosa canina)
Filzrose 
(Rosa tomentosa)
   
Pfaffenhütchen 
(Euonymus europaeus)
Schneeball 
(Viburnum opulus)
   
Bergahorn 
(Acer pseudoplatanus)   
Feldahorn 
(Acer campestre)
Weißdorn 
(Crataecus div. spec.)
Roter Hartriegel 
(Cornus sanguinae)
Weiden 
(Salix div. spec.)
Traubenkirsche 
(Prunus padus)
Vogelkirsche 
(Prunus avium)
Sal-Weide 
(Salix caprea)
Rotbuche 
(Fagus sylvatica)
Eberesche 
(Sorbus aucuparia) 
Faulbaum 
(Frangula alnus)
Stieleiche 
(Quercus robur)   
Zitterpappel 
(Populus tremula)
Schwarzerle 
(Alnus glutinosa)
Wildapfel 
(Malus sylvestris)
Kreuzdorn 
(Rhamnus cathartica)


Eichen-Birken-Knicks


Vorwiegend im Büchener Sandergebiet sowie im südöstlichen Ostholstein, vereinzelt übergreifend auf die nördliche Altmoräne.

Charakteristische Bestockung bilden :

Hängebirke (Betula pendula)

Stieleiche (Quercus robur)

Vogelbeere (Sorbus aucuparia)

Zitterpappel (Populus tremula)


Hinzu treten verschiedene Bäume und Sträucher wie:


Wildapfel 
(Malus communis)

Schlehe 
(Prunus spinosa)

Weißdorn 
(Crataegus div. spec.)

Brombeere 
(Rubus div. spec.)
u.v.a.


Knicks feuchter Standorte


Unabhängig von einer regionalen Gliederung kommen an feuchten Standorten verschiedene Weichhölzer zur Vorherrschaft :


Schwarzerle (Alnus glutinosa)

Grauweide (Salix cinerea)

Weiden (Salix weitere spec.)

Birken (Betula pubescens Grup.)

Ohrweide (Salix aurita)

Faulbaum (Frangula alnus)


Im Westen selten auch :


Gagel (Myrica gale)

Dazu können sporadisch Sträucher aus den Bunten Knicks trockenener Standorte auftreten.

Merkblatt Nr.6, 7.Auflage (1989)

Herausgeber: 
Landesamt für Naturschutz und Landschaftspflege des Landes Schleswig-Holstein


Fotos: Landesamt für Naturschutz und
Landschaftspflege Schleswig-Holstein (1), Eigner (3), Mehl (1)

 

Hinweis: Die oben gemachten Angaben zu Knicks in Schleswig-Holstein wurden angepasst an das Bundesnaturschutzgesetz vom 29. Juli 2009 (BNatSchG) und an das Landesnaturschutzgesetz Schleswig-Holstein vom 24. Februar 2010 (LNatSchG).

 

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