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Neuanlage von Knicks

Man sollte heute auch einmal 
wieder an die Neuanlage eines
Knicks denken. Außer in ausgeräumten Landschaften und
im Rahmen der Flurbereinigung kann dies z. B. auch in größeren Gärten oder auf dem Schulgelände zu einer ökologischen Bereicherung führen. Die Konstruktion sollte sich an die aIthergebrachte Art anlehnen. 
Der Kern des neuen Knicks kann aus Bodenaushub, z. B. aus seitlich anzulegenden Gräben, oder auch aus Steinen, Holz (Stubben, Äste) u. ä. bestehen. 
Ein gewisser Anteil von Steinen ist zur Festigung des Walles immer notwendig. 
Der Mantel sollte mit humosem Boden aufgetragen werden. Die äußere Schicht wird 
mit Grassoden befestigt, die zur Neubepflanzung oder -ansaat am besten mit der Grasnarbe ach innen verlegt werden sollten. Die Krone wird mit einer Pflanzmulde versehen. 

Die Bepflanzung erfolgt im Spätherbst mit einem durchschnittlichen Pflanzabstand 
von ca. 50 cm. damit sich auch schwächere Arten gegen schnellwüchsigere durchsetzen können, sollte man Pflanzen der gleichen Art in kleinen Gruppen zusammenpflanzen. Je nach vorhandener Fache wird ein- bis mehrreihig gepflanzt. 
Zur besseren Platzausnutzung können die Pflanzen zweireihig gegeneinander versetzt ("auf Lücke") gepflanzt werden. Auf jeden Fall muss darauf geachtet werden, dass 
nur einheimische, standortgemäße Pflanzen verwendet werden. Man braucht nur auf die Zusammensetzung von Hecken, Knicks oder Feldgehölzen in der näheren Umgebung zu achten. Eine Zusammenstellung der wichtigsten Knickgehölze findet sich außerdem auf der letzten Seite.
 


Knickpflege


Die Besonderheiten der Pflanzen- und Tierwelt sowie die allgemein bekannte Wind- und Erosionsschutzwirkung sind das Resultat der langjährigen besonderen Nutzungsform der Knicks. Alle zehn bis fünfzehn Jahre muss der Knick "auf den Stock gesetzt", "geknickt" werden, d. h., der gesamte Holzbewuchs wird bis auf kurze Stümpfe abgesägt. Versäumt man diese Nutzung, "wächst der Knick durch". 
Übrig bleibt dann nur noch eine lichte Baumreihe, die neben ihrer ursprünglichen Artenvielfalt auch ihre Windschutzwirkung eingebüßt hat. Wenn man also einen 
frisch abgesägten Knick in der Landschaft sieht, bedeutet dies keine Knickzerstörung, sondern die Pflege eines wichtigen Landschaftselementes. Die althergebrachte Pflege ist unumgänglich notwendig, um die Knicks in ihrer vielfältigen Bedeutung im Natur- und Landschaftshaushalt zu erhalten. Inzwischen gibt es schon technische Verfahren zur Erleichterung des Knickens wie z. B. die hydraulisch betriebene Kreissäge am Bagger oder am Schlepper. Infolge der Energieverteuerung wird der Knick auch als Brennholzlieferant wieder interessanter und gewinnt dadurch seine frühere wirtschaftliche Bedeutung allmählich zurück. 
Aus diesem Grund ist die Knickpflege in den letzten Jahren wieder in Gang gekommen.
Früher wurde allerdings nach dem Knicken auch der Knickwall von Hand z. B. mit 
Soden wieder ausgebessert ("aufgesetzt", "gewallt"). 
Nicht zuletzt dadurch entstanden die mächtigen Knickwälle mit sehr starken, manchmal fast senkrechten Seitenwänden.
Heute wird fast nirgends mehr der Knick wieder aufgesetzt, da es hierfür bisher keine maschinellen Verfahren gibt. Häufig sind die Wurzelhälse der Knickgehölze bereits von Erdreich entblößt, so dass hier weitere Zerstörungen zu befürchten sind. 
Dies wird häufig durch Viehtrift oder Anpflügen verursacht. Deshalb ist es wichtig, dass Weidezäune in genügendem Abstand von Knicks gezogen werden. 
Besonders schädlich ist es, wenn die Drähte direkt an den Gehölzen befestigt werden.
"geknickter" Knick

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