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Nitrat im Trinkwasser von Hausbrunnen
Wie gelangt Nitrat ins Trinkwasser? Von besonderer Bedeutung für den Nitratgehalt des Trinkwassers ist der Eintrag von stickstoffhaltigen mineralischen Düngern sowie von Gülle in Gebieten mit Intensivtierhaltung in Böden und Gewässern. Nitrat ist ein wichtiger Nährstoff für Pflanzen. Stickstoffüberschüsse werden bis zu einem gewissen Umfang in den Pflanzen gespeichert. Ist das Angebot jedoch zu groß, verbleiben sie - ebenso wie salpetersaure Salze - im Boden. Hier können sie mit dem Regenwasser leicht ausgewaschen werden und in das Grundwasser gelangen. Zusätzlich werden Wasser und Boden durch den sauren Regen beeinträchtigt. Welche Wirkung hat ein erhöhter Nitratgehalt auf den Menschen? Nitrat wird im Darm aufgenommen und zu 80 % über die Nieren ausgeschieden. Nitrat ist, für sich betrachtet, gesundheitlich nicht bedenklich. Trotzdem sollte es der Mensch nur in möglichst geringen Mengen aufnehmen, weil durch bestimmte Bakterien eine Umwandlung zu Nitrit möglich ist. Nitrit, das auch in länger aufbewahrten Speisen entsteht, kann bei Säuglingen bis etwa zum 6. Lebensmonat den Sauerstofftransport in den roten Blutkörperchen behindern. Dies führt zu einem lebensbedrohlichen Sauerstoffmangel - der sogenannten Blausucht (Methämoglobinämie) - mit der Gefahr bleibender gesundheitlicher Schäden. Darüber hinaus können sich durch Nitrit in Verbindung mit Eiweißabbauprodukten Nitrosamine bilden, die im Verdacht stehen, Krebs zu verursachen. Mit Blick auf den gesundheitlichen Schutz von Erwachsenen reicht es aus, wenn während des zugelassenen Abweichungszeitraums 130 mg/L Nitrat in dem betroffenen Trinkwasser nicht überschritten werden. Achten Sie aber auf eine ausreichende Jodversorgung (Gesamtzufuhr 200 µg pro Tag und Person) und auf eine nitratreduzierte Ernährung.
Was kann zur Reduzierung des Nitratgehaltes getan werden? Die wichtigste Maßnahme zur Verringerung des Nitrat-Eintrages in die Umwelt ist die Einschränkung der Düngung mit Mineraldüngern und Gülle. Als Richtwert für Nitrat im Trinkwasser empfehlen die EG-Richtlinien 25 mg/l. In der Bundesrepublik beträgt der Grenzwert 50 mg/l. Wird dieser Grenzwert überschritten, gibt es folgende Möglichkeiten zur Bereitstellung hygienisch einwandfreien Wassers:
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