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Der Schreck ist meist groß, wenn aus Kindergärten oder Schulen
Kopfläuse gemeldet werden oder die eigenen Kinder betroffen
sind. Der Befall mit Kopfläusen ist zwar keine schwere
Erkrankung, verursacht aber einen starken Juckreiz und ist den
Betroffenen meist sehr unangenehm. |
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Ansprechpartner |
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Kopfläuse kann jeder bekommen. Es gibt aber keinen Grund sich
deswegen zu schämen, denn mit persönlicher Sauberkeit hat ein
Kopflausbefall nichts zu tun. Kopfläuse fühlen sich auch auf
einem hygienisch gepflegten Kopf sehr wohl und häufiges Haare
waschen gibt ggf. nur saubere Läuse. Aber es gibt
Möglichkeiten sich vor einer Ansteckung zu schützen, wenn man
die Lebensweise dieser Tierchen kennt. |
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weitere
Informationen: |
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Kopfläuse sind etwa 3 mm lange, graue oder
hellbraune Insekten, die weder fliegen noch springen können.
. Sie
leben auf dem behaarten Kopf von Menschen und ernähren sich
von Blut, das sie - nach einem Stich - aus der Kopfhaut
saugen.
Der Stich bleibt so zunächst unbemerkt, verursacht später
jedoch einen lästigen Juckreiz.
Die Läuse vermehren sich über verschiedene Larvenstadien.
Lausweibchen legen täglich mehrere Eier. Diese klebt es
direkt oberhalb der Kopfhaut an den Haarschaft. In der Nisse
reift die Laus heran. Mit dem Haarwachstum entfernt sich die
Nisse dabei von der Kopfhaut. Die Laus schlüpft nach 14 Tagen.
Die Nissen sind etwa 1 mm große weißlich glänzende
Verdickungen, die sehr fest an den Haarwurzeln sitzen. Im
Unterschied zu normalen Hautschuppen lassen sie sich nicht
einfach abstreifen oder auswaschen. |
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Kopflaus |
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Nissen |
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Kopfläuse werden von Mensch zu Mensch übertragen. Sie können
weder fliegen noch springen. Allerdings sind sie sehr flink
und krabbeln schnell von einem Kopf zum anderen, zum Beispiel,
wenn Kinder beim Spielen oder beim Lesen die Köpfe eng
zusammenstecken. Kopfläuse können aber auch indirekt durch
Gegenstände auf den Menschen übertragen werden, zum Beispiel
durch Mützen, Schals und Jacken, die an der Garderobe eng
nebeneinander hängen. Aber auch gemeinsam genutzte
Haarbürsten, Kopfkissen, Kuscheltiere oder Kopfstützen im Bus
oder im Auto können den Läusen als Transferhilfe dienen. Läuse
können 2 - 3 Tage ohne Nahrung auf Gegenständen überleben.
Spätestens nach dieser Zeit brauchen sie eine Blutmahlzeit und
müssen einen neuen menschlichen Wirt gefunden haben. |
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Zuerst macht der Läusebefall nur wenig Symptome. Aber der
unerkannte Träger kann die Läuse schon weiterverbreiten und
deshalb ist es wichtig, den Befall schnell zu entdecken und zu
bekämpfen. Sobald aus der Schule, dem Kindergarten oder Ihrem
näheren Umfeld Läuse gemeldet werden, sollten Sie Haar und
Kopfhaut genau untersuchen, auch wenn bei Ihnen oder Ihren
Kindern die Kopfhaut noch nicht juckt. Hierzu wird das Haar
Strich für Strich gescheitelt und am besten bei guter
Beleuchtung mit einer Leselupe untersucht. |
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Der Bereich hinter den Ohren, die Schläfen und der Nacken sind
dabei besonders zu beachten, denn hier halten sich die Läuse
gerne auf und legen ihre Eier ab. |
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Sobald Sie Kopfläuse entdecken, sind Sie nach § 34 des
Infektionsschutzgesetzes zur Mitteilung an den Kindergarten,
die Schule oder sonstigen Gemeinschaftseinrichtung
verpflichtet. |
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Wenn Sie lebende Läuse oder Nissen finden, sollten Sie
unverzüglich eine Behandlung mit einem Mittel gegen Kopfläuse
durchführen.
Zur Kopflausbekämpfung werden verschiedene Mittel angeboten.
Die Präparate sind in Apotheken erhältlich und nicht
rezeptpflichtig. Die Behandlung ist - wenn die
Gebrauchsanweisungen eingehalten werden - weder schmerzhaft
noch aufwendig. Sie kann zu Hause durchgeführt werden. |
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Da Läuse und deren Entwicklungsstadien bei korrekter
Behandlung sicher abgetötet werden, ist eine Weiterverbreitung
des Kopflausbefalls nach einer solchen Behandlung nicht mehr
zu befürchten. Deshalb können Kinder den Kindergarten, die
Schule oder sonstige Gemeinschaftseinrichtungen am Tag nach
der Behandlung wieder besuchen. Ein ärztliches Attest ist nach
den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts nur dann
erforderlich, wenn es sich um einen binnen 4 Wochen
wiederholten Kopflausbefall gehandelt hat. |
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Wenn Kopfläuse festgestellt werden, sollten sich alle
Familienmitglieder untersuchen lassen. Eine Behandlung ist
aber nur dann angezeigt, wenn wirklich Läuse entdeckt werden.
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Säuglinge und Kleinkinder sollten Sie nicht selbstständig
behandeln, sondern immer zuerst den Kinderarzt oder Hausarzt
fragen. |
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Auch schwangere Frauen oder Mütter, die noch stillen, sollten
sich vor der Behandlung ärztlich beraten lassen. |
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Wenn sich die Kratzwunden entzündet haben, sollte vor der
Behandlung ein Arzt aufgesucht werden. |
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Kontrollieren Sie regelmäßig, ob die Behandlung erfolgreich
war. Tote Nissen können Sie mit einem guten Nissenkamm aus
Metall mit engstehenden, abgerundeten Zähnen abkämmen. Wenn
Sie Nissen entdecken, die mehr als 1 cm von der Kopfhaut
entfernt sind, ist das kein Zeichen für einen neuen Befall und
kein Grund für eine erneute Behandlung. Die Läuse sind bereits
geschlüpft oder abgestorben. |
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Zusätzlich ist eine Reinigung der Kämme, Haar- und
Kleiderbürsten, Fußböden und Polstermöbel erforderlich.
Handtücher, Bettwäsche, Kleidung und Plüschtiere sind bei 60°
zu waschen.
Gegenstände, die nicht so heiß gewaschen werden dürfen, können
für 24 Stunden in die Gefriertruhe mit -18°C gelegt werden.
Auch Abschließen über eine Woche in einem Plastiksack
vernichtet Kopfläuse sicher. |
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Haarwäsche
vor der Behandlung mit normalem Shampoo oder Seife: Die
Seifenrückstände können den Wirkstoff, der die Läuse abtötet,
zerstören. Bei pH-neutralen Shampoos besteht diese Gefahr
nicht. |
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Behandlung
bei sehr fettigem Haar: Das Behandlungsmittel löst sich im
Fett und steht damit in nicht ausreichender Menge für die
Abtötung der Läuse zur Verfügung. Sehr fettige Haare sollten
deshalb vor der Behandlung mit einem pH-neutralen Shampoo
gewaschen werden. |
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Das Haar
ist bei der Behandlung zu feucht: Der Wirkstoff wird zu stark
verdünnt. Auch dann ist die Behandlung nicht erfolgreich.
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Die
Einwirkzeit des Behandlungsmittels im Haar ist kürzer, als in
der Packungsbeilage beschrieben: Das Mittel kann nicht wirken.
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Es werden
nicht alle Mitglieder einer Lebensgemeinschaft sorgfältig
kontrolliert und - falls auch sie von Läusen befallen sind -
behandelt: Sie können sich gegenseitig wieder anstecken.
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Wenn
Textilien, Bettwäsche, Kuscheltiere und Polstermöbel nicht
ausreichend gereinigt werden, kann auch hierdurch eine erneute
Infektion erfolgen. |
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In den ersten
Tagen nach der Behandlung am besten täglich Haare und
Haaransatz kontrollieren. Nach acht Tagen sollte dann eine
weitere sehr gründliche Kontrolle erfolgen. Anschließend
sollte noch mehrere Male im Abstand von einer Woche
kontrolliert werden. |
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Bei der
Kontrolle sollte sowohl nach lebenden Läusen als auch nach
noch lebenden Nissen gesucht werden. Nissen verbleiben nach
der Behandlung mit einem Läusemittel im Haar, aber nur
lebensfähige Nissen können erneut zu einem Läusebefall führen.
Man kann bei guter Beleuchtung mit Hilfe einer Lupe den
Zustand der Nissen erkennen: Abgetötete Nissen verfärben sich
zwei bis drei Tage nach der Behandlung ins Bräunliche und
werden später schwarzbraun; leere Nissen sind weißsilbrig.
Nissen, die weißlich bis grautrübe sind, können noch
lebensfähig sein. |
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Wenn Sie Nissen
entdecken, die mehr als 1 cm von der Kopfhaut entfernt sind,
ist das kein Zeichen für einen neuen Befall und kein Grund für
eine erneute Behandlung. Die Läuse sind bereits geschlüpft
oder abgestorben. |
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Im Amt für
Gesundheit erhalten Sie während der üblichen Öffnungszeiten
auch Informationsmaterial über Kopfläuse in verschiedenen
Sprachen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die unten
aufgeführten Ansprechpartner. |
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