Impfung gegen Grippeviren
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Die Herbstzeit ist
angebrochen, die Tage werden kürzer, und der nächste Winter kommt
bestimmt. Mit ihm kommt wie jedes Jahr die Grippewelle auf uns zu. |
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Die Virusgrippe (Influenza) ist eine der häufigsten und
folgenschwersten Infektionskrankheiten. Sie wird in der
Bevölkerung oftmals aber unterschätzt und gewöhnlichen
Erkältungskrankheiten gleichgesetzt. Eine Virusgrippe
verursacht wesentlich stärkere und länger andauernde
Beschwerden und ihre Symptome treten sehr schnell und
unerwartet auf. Sie ist meist mit plötzlich einsetzendem
Fieber (über 39°C innerhalb weniger Stunden), Kopf- und
Gliederschmerzen, Muskelbeschwerden und trocknem Husten
verbunden. Die Betroffenen fühlen sich in der Regel sehr krank
und energielos. Da die Grippe-Viren das körpereigene
Immunsystem schwächen kommt es häufig zu Zweitinfektionen wie
Bronchitis oder Lungenentzündung. Auch heute kommt es während
einer Grippewelle immer noch zu Todesfällen. |
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Vorsorge kann durch eine rechtzeitige Impfung getroffen werden.
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Besonders empfohlen
wird die Impfung
Menschen
über 60, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Herzkreislauf-, Lungen-
und Stoffwechselerkrankungen, immunschwachen Personen sowie Personen, die
durch ihre berufliche Tätigkeit einer erhöhten Ansteckungsgefahr
ausgesetzt sind oder die viele bzw. besonders gefährdete Personen
anstecken können, weil sie zum Beispiel in Einrichtungen mit
Publikumsverkehr oder im medizinischen Bereich arbeiten. |
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Aber auch für alle
anderen Personengruppen ist die Impfung sinnvoll - auch für Kinder. Denn
gerade Kinder sind in Schulen und Kindergärten großen Menschenansammlungen
ausgesetzt. Sie haben dadurch ein erhöhtes Ansteckungsrisiko und tragen
die Viren weiter in ihre Familien, in denen häufig jemand ist, für den
eine Grippeerkrankung eine besondere Gefährdung darstellt. |
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Die Impfung sollte am
besten zwischen Oktober und November erfolgen, da die meisten
Krankheitsfälle zwischen Dezember und April auftreten. Nach der Impfung
benötigt das Immunsystem etwa 14 Tage, um einen vollständigen Immunschutz
aufzubauen. Die Impfung ist gut verträglich und verursacht nur in wenigen
Fällen kurzzeitige Schmerzen am Ort des Einstiches. Manche Menschen fühlen
sich für wenige Tage nach der Impfung etwas geschwächt. |
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Da sich Grippeviren
ständig verändern, muss der Impfschutz jährlich erneuert werden. Geimpft
werden soll grundsätzlich nur, wer sich gesund fühlt. |
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Zur Behandlung der Grippe gibt es bis heute nur wenige
Medikamente. Sie müssen jedoch schnell wie möglich nach
Auftreten der ersten Symptome angewendet werden, spätestens
jedoch nach 48 Stunden. Durch die Behandlung kann der
Krankheitsverlauf abgemildert und verkürzt werden. Auf keinen
Fall dürfen die Medikamente aber als "Alternative zur Impfung"
missverstanden werd |
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Die Grippeimpfung schützt während der jährlich zu erwartenden
Grippewelle vor den beim Menschen auftretenden Virustypen. |
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Zurzeit wird viel von der Vogelgrippe berichtet. Die
Vogelgrippe ist eine Geflügelkrankheit und für den Menschen
nicht gefährlich, da sie nicht von Mensch zu Mensch
übertragbar ist. Nur bei sehr engem und längerem Kontakt mit
erkranktem Geflügel kann es zur Erkrankung eines Menschen
kommen. Trotzdem kann das Vogelgrippevirus auch eine Bedeutung
für die menschliche Gesundheit erreichen, da es unter
bestimmten Bedingungen das Material für eine neue menschliche
Grippevirusvariante liefern kann. Da der Mensch gegen den dann
entstandenen neuen Virustyp keine Antikörper durch Impfung
oder eine frühere Grippeinfektion hat, würde dieses Virus zu
hohen Erkrankungszahlen führen und sich bei dem weltweiten
Reiseverkehr schnell von Land zu Land ausbreiten. Es würde
eine weltweite Grippeepidemie, eine so genannte Pandemie
entstehen. Vorsorgemaßnahmen zur Abwendung dieser Gefahr sind
im Gange. Der heutige wissenschaftliche Kenntnisstand bietet
uns erheblich bessere Schutzmöglichkeiten als zu Zeiten der
Grippepandemien im 20. Jahrhundert. |
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Wenn
Sie Fragen zur
Grippeimpfung oder auch zu anderen Schutzimpfungen haben, so wenden Sie
sich bitte an Ihren Hausarzt oder das Amt für
Gesundheit in der Heinrich-Rieper-Str. 6 in Plön. Hier ist zum Thema
Schutzimpfungen Informationsmaterial erhältlich. Dienstags findet zudem
eine Impfsprechstunde statt, in der man sich nach telefonischer
Absprache (04522/743-532) persönlich beraten lassen kann. |
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Die Impfungen werden von Ihrem Hausarzt durchgeführt. Nach
Auskunft der kassenärztlichen Vereinigung haben die
Krankenkassen zugesagt, die Kosten für
Grippeschutzimpfungen für alle Versicherten zu übernehmen.
Wenn Sie Ihren Arzt lediglich wegen der Grippeschutzimpfung
aufsuchen, ist eine Praxisgebühr nicht zu entrichten.
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