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Blomenburg Venture Park: |
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"Mit der Errichtung des geplanten Blomenburg Venture Parks in Selent haben wir erstmals die große Chance, durch eine faire Partnerschaft zwischen einem privaten Investor und der öffentlichen Hand wirklich nachhaltige Verbesserungen der Wirtschaftsstruktur im ländlichen Raum, speziell im ländlichen Zentralort Selent und seiner umliegenden Region, zu erreichen. Mit der zukunftsweisenden Informations- und Kommunikationstechnologie werden frühere Standortnachteile wegen der Verkehrsferne überwunden und statt dessen die Vorteile des Arbeitens und Wohnens in schöner Umgebung genutzt." Mit diesen Worten begründete der Plöner Landrat Dr. Volkram Gebel das Engagement des Kreises im Zusammenhang mit dem geplanten Venture Park in der Blomenburg. Der Kreis verhandelt derzeit mit dem Eigentümer der Blomenburg, der Hartmann Gruppe aus Rendsburg über die Modalitäten einer künftigen Zusammenarbeit. Mit der von dieser Gruppe geplanten Errichtung eines Venture Parks in der Blomenburg und einigen Nebengebäuden soll die dauerhafte Schaffung qualifizierter und insbesondere auch zukunftssicherer Arbeitsplätze in über 30 Gründerfirmen verbunden sein. Da dieses Projekt nahezu ideal die Wirtschaftsförderungspolitik des überwiegend ländlich strukturierten Kreises Plön ergänzt und unterstützt, hat der Kreis auch beim Land einen Antrag auf Förderung der Um- und Neubaumaßnahmen aus Mitteln des Regionalprogramms 2000 gestellt. Der Venture Park ist nicht nur ein Technologiezentrum im klassischen Sinne. Seinen Namen hat er von der angegliederten Venture-Capital-Gesellschaft, die jungen Unternehmern in der risikoreichen Startphase Kapital (Risiko-Kapital oder auf Englisch Venture Capital) als Beteiligungskapital zur Verfügung stellt. Damit wird erstmalig in Schleswig-Holstein eine so weitreichende Palette zur Technologieförderung angeboten, zu der neben dem Risiko-Kapital günstiger Mietraum, attraktive betriebswirtschaftliche Betreuung, die regionale Vernetzung und ein Tagungs- und Schulungsangebot zum überregionalen Gedankenaustausch gehören. Nach den bisherigen Überlegungen sollen die Baumaßnahmen von einer (zumindest mehrheitlich) im öffentlichen Besitz befindlichen Trägergesellschaft durchgeführt werden. Danach soll eine private Betreibergesellschaft die Immobilie mieten, um darin den Venture Park zu betreiben. Während die öffentliche Hand wohl die Betriebsverluste der Anfangsphase bis zu einer Maximalhöhe übernehmen muß, werden die Restverluste der Anfangsphase und das spätere wirtschaftliche Risiko des laufenden Betriebes des Venture Parks ausschließlich beim privaten Betreiber liegen. Darüberhinaus zeigte der Landrat sich erfreut darüber, daß er in Verhandlungen mit dem Investor erreichen konnte, daß sich in dem zwar unwahrscheinlichen aber nicht unmöglichen Fall der Rückzahlung von Fördermitteln die Betreibergesellschaft zur Hälfte beteiligt. Damit wird auch eine Anregung aufgenommen, die aus der letzten Sitzung des Wirtschaftsausschusses des Kreises gekommen war. Im übrigen hat dieser Ausschuß offensichtlich die Chance, die für den strukturschwachen Selenter Teil des Kreises hinter den Plänen der Hartmann Gruppe steckt, auch erkannt. So hat er in öffentlicher Sitzung am 17. Mai den Landrat gebeten, das Projekt weiter positiv zu begleiten und die erforderlichen Vertragsverhandlungen zu führen. Außerdem hat das Gremium zu einer finanziellen Beteiligung des Kreises an einer vom Land geforderten Marktpotentialanalyse Ja gesagt. Der Investor und der Landrat sind zuversichtlich, daß dieses Projekt in Selent, einem nach den EU-Förderrichtlinien im Ziel-2-Gebiet liegenden und damit besonders förderwürdig eingestuften Ort, von der Landesregierung im Rahmen des Regionalprogramms gefördert werden wird. Damit würde dem verfassungsrechtlichen Gebot einer gleichen Entwicklung aller Landesteile entsprochen. |